Die Geschichte von Jasna
Góra
Das Kloster entstand im
Jahre 1382, wenn nach Polen aus Ungarn Pauliner durch die Vermittlung
des Fürsten Ladislaus von Oppeln kamen. Der
Fürst
übergab ihnen eine kleine Kirche.
Das Kloster wurde „Jasna Góra“ von den
Paulinen, in Anlehnung an ihn Mutterkloster St. Laurentius auf dem
Hellen Berg in Buda benannt.
2 Jahre später wurde Gnadenbild der Mutter Gottes, das der Stifter aus
Russland mitgebracht hat, verehrt.
Nach der Überlieferung soll das Gnadenbild vom hl. Lukas, dem
Evangelisten, auf dem Tisch aus dem Haus in Nazareth gemalt worden sein.
Der wachsende Ruhm des Gnadenbildes bewirkte, dass in kürzester Zeit das
Kloster Jasna Góra Ziel vielen Wallfahrer wurde. Aber der Ruhm des
Wallfahrtsortes und seine Schätze lockten Diebe. Am 14. April 1430
überfiel eine Gruppe von Räubern das Kloster. Sie beraubten es aller
Kostbarkeiten und schändeten das Antlitz der Madonna mit Schwerthiebe.
Die
Schändung und die Restaurierung des Gnadenbildes steigerte die
Berühmtheit der Wallfahrtsstätte. Die
Pilgerfahrten mehrten sich so sehr, dass die ursprüngliche gotische
Kirche sich als unzureichend erwies. Daher wurde bereits in den 60er
Jahren des 15. Jahrhunderts mit dem Bau einer großen dreischiffigen
gotischen Kirche neben der Gandenkapelle begonnen. Erneut wurde das
Kloster 1644 und der Bau von Wehrmauern dauerte von 28 Jahre lang von
1620.
Um 1655 entstand in
Schweden ein Angriffsplan gegen Polen. Am 21. Juli dieses Jahres
marschierte das schwedische Heer in Polen ein. Das ganze Land fiel
schnell unter schwedische Herrschaft. Am 8. November 1655 erreichte das
Heer des Generals Müller die Jasna Góra und verlangte die sofortige
Kapitulation. Aber der Prior, P. Augustin Kordecki wollte den heiligen
Ort verteidigen. Die Belagerung dauerte von 18. November bis 27.
Dezember.
Der Prior verfügte lediglich über 170 Soldaten, 20 Offiziere und 70
Mönche. Darum war die Jasna Góra von General Müller verächtlich
„Hühnerstall“ genannt worden. Angesichts der 3000 Soldaten einer
regulären Armee war die Verteidigung ein sehr mutiges Unternehmen.
Jedoch endete der Kampf mit dem Sieg „Ritter Mariens“.
Dieser Sieg hatte vor allem eine ungeheure religiöse und moralische
Bedeutung.
Nach diesem Ereignis erhob sich das ganze Land zum Kampf gegen
schwedischen Eindringlinge und der Sieg neigte sich bald auf die
polnische Seite.
Am 1. April 1656 legte der polnische König
Johannes Kasimir im Dom von Lemberg ein feierliches
Gelöbnis
ab und stellte alle Länder seines Königreiches unter den Schutz der
Mutter Gottes. Er nannte sie die Schutzpatronin und Königin von Polen.
1716 unterschrieb Papst Klemens XI den Krönungsakt und am 8. September
1717 wurde die Krönung des Gnadenbildes im Beisein von etwa 200.000
Gläubigen vollzogen.
In der Mitte der 18. Jahrhunderts befand
sich Polen in der Gefahr des Zusammenbruchs. Dies nutzten die
Nachbarstaaten aus - Russland und Preußen.
29. Februar 1768 schloss sich in der
Ortschaft Bar in Podolen ein Militärbündnis des polnischen Adels
zusammen, die sog. Konföderation von Bar. Von 10. September 1770 bis 9.
Januar 1771 besetzten die Teilnehmer von Konföderation mit dem Anführer
Kasimir Pu³awski die Festung Jasna Góra und wehrten erfolgreich die
Angriffe der Russen ab.
Als im September 1772 das Bündnis von Bar
zerschlagen wurde, befahl König Stanislaus Poniatowski, der die ganze
Zeit eine prorussische Politik führte, die Festung den Russen zu
überlassen.
Zum ersten Mal in der Geschichte betraten
nun feindliche Truppen die unbesiegter Mauern von Jasna Góra.
Viele Paulinermönche wurden nach Sibirien
deportiert und die Spitzel des Zaren bedrängten die Mönche.
So konnten
in der Nacht vom 22. auf 23. September 1909 die zwei goldenen,
päpstlichen Kronen und das Perlengewand des Gnadenbildes gestohlen
werden.
Die neuerliche Krönung fand am 22. Mai 1910 statt. Neue Kronen für das
Gnadenbild von Jasna Góra schenkte Papst Pius X
Der Erste Weltkrieg verschonte die Jasna
Góra und am 27. Juli versammelte sich der polnische Episkopat in Jasna
Góra und erklärte Maria erneut zur Königin Polens.
Aber mit dem Ausbruch des Zweiten
Weltkrieges begannen wieder schwere Zeiten für das ganze Land.
Einen Teil der Klosteranlage besetzte das deutsche Militär, das bis zum
16. Januar 1945 hier stationiert war. Große Wallfahrten nach Jasna Góra
wurden verboten, trotzdem pilgerten viele weiter hierher. Paulinermönche
halfen Partisanen, Kriegsgefangenen und Juden, sie unterrichteten geheim
die Jugend. Nach dem Krieg zeigte sich Jasna Góra noch deutlicher als
die geistige Hauptstadt Polens.

Am 26. August 1956 kam eine Million
Gläubige nach Tschenstochau, die vor dem Thron der Königin um die
Befreiung des Primas Stefan Wyszyñski beteten.Am
3. Mai 1966 feierte Polen das 1000 jährige Jubiläum seiner
Christianisierung. An diesem Tag weihte der gesamte polnische Episkopat
Polen dem besonderen
Schutz der Muttergottes, der Mutter der Kirche, für die Kirche Christi, die frei sein soll“.
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